Ausgeschlafen und aufgeweckt!

Susanne Goebel ist seit über 30 Jahren Migränekandidatin. Krafttraining und Schlaf helfen ihr, die Kopfschmerzattacken in Schach zu halten.

Wenn man Susanne Goebel (49) zuhört, muss man lächeln. Sie ist spontan, aufgeweckt und sprüht vor Vitalität und Energie. Seit vier Jahren geht sie zweimal wöchentlich zu Kieser Training, dazu kommen zweimal die Woche leistungsorientierter Standardtanz und viermal die Woche Yoga. Zusätzlich stehen Fahrradfahren, lange Spaziergänge und Wandern auf dem Programm.

„Wenn ich tagsüber körperlich nicht aktiv bin, schlafe ich nachts schlecht, weil ich dann unruhig bin“, sagt sie. „Kieser Training hilft mir, mich auszupowern. Und das brauche ich, um mich wohl zu fühlen und gut zu schlafen.“ Beides, erholsamer Schlaf und Krafttraining sind ihr wichtig. Denn Susanne Goebel leidet seit über 30 Jahren unter Migräne.

Noch vor wenigen Jahren haben die heftigen Migräneattacken sie oft tagelangaußer Gefecht gesetzt. Etwa auf einer Reise nach Venedig: Als sie im Dogenpalast den Kopf in den Nacken legte, um die Deckenmalereien zu bewundern, verkrampfte die Muskulatur durch die Anspannung komplett. „In der gleichen Nacht habe ich einen schlimmen Migräneanfall bekommen, der drei Tage angehalten hat. Da war unser Aufenthalt gelaufen.“

Um solche Anfälle zu vermeiden, setzt Goebel schon lange auf eine gesundheitsbewusste Ernährung. Ein weiterer wichtiger Faktor ist ein geregelter Tagesablauf: Jeden Abend geht sie gegen 22.30 Uhr zu Bett und steht spätestens um 6.30 Uhr wieder auf. Auch intensiver Sport hilft. Richtig weitergebracht hat sie vor allem Kieser Training, das sie regelmäßig in ihrer Mittagspause betreibt.

Susanne Goebel arbeitet als „Accounts Managerin“, acht bis neun Stunden sitzt sie dann vor zwei Bildschirmen. Eine starke Belastung für Nacken und Rücken. „Früher war meine Nackenmuskulatur quasi nicht vorhanden. Außerdem habe ich einen schlechten Rücken, d. h. eine in sich verdrehte Wirbelsäule und Skoliose. Da muss ich immer gegensteuern und dranbleiben.“

Heute sind Rücken- und Nackenmuskulatur richtig stark. Goebel ist stolz darauf. Und sie freut sich, denn die Anzahl ihrer Migräneanfälle hat seitdem stetig abgenommen. Noch dazu fallen diese weniger heftig aus. Dabei war sie zunächst skeptisch, als ihr der Instruktor zum Trainingsbeginn die G5 zur Stärkung der Nackenstreckmuskulatur empfohlen hat. „Ich habe mich zunächst gar nicht getraut, die Übung zu machen. Ich hatte Sorge, dass die Nackenstreckung einen neuen Anfall auslösen könnte. Dass genau das Gegenteil zutrifft, hätte ich nie gedacht.“ Heute weiß sie: „Wenn ich nicht regelmäßig trainiere, bekomme ich Kopf- und Rückenschmerzen.“

Das Training hilft ihr zudem, Stress abzubauen: „Bei Kieser Training kann ich sofort von der Arbeit abschalten. Das ist für mich eine echte Pause. Danach ist der Kopf wieder frei und ich kann nachts gut schlafen.“ Außerdem gebe es ihr Kraft für das, was ihr wichtig ist: eine aufrechte und stabile Körperhaltung – nicht nur beim Tanzen, sondern in fast allen Lebenslagen.