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Zivilisationskrankheiten

Warum sich Kieser bei Arthrose lohnt

Sagen wir, wie es ist – mit zunehmendem Alter wird der Körper nicht unbedingt belastbarer. Vor allem, weil ältere Menschen zusätzlich zur abnehmenden Muskelkraft häufig auch noch mit Arthrose zu kämpfen haben. Und diese Kombination kann wirklich unangenehm werden. Ich sage nur: Steife Gelenke, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Glücklicherweise weiß man aber mittlerweile, dass man Arthrose nicht einfach so hinnehmen muss. Im Gegenteil: Man kann sogar aktiv werden! Regelmäßige Bewegung und Krafttraining können die Erkrankung zwar nicht heilen, aber sie können helfen, die Beweglichkeit zu verbessern und Schmerzen zu lindern.

Dazu muss man aber erstmal verstehen, was bei der Erkrankung eigentlich Sache ist: Als Arthrose bezeichnen Medizinerinnen und Mediziner eine nicht heilbare Erkrankung der Gelenke, bei der es zu einem schrittweisen Abbau des Knorpels kommt. Mit der Zeit verändert der Knorpel also seine Form und reibt sich bei jeder Bewegung weiter ab, bis er in den am stärksten belasteten Zonen schließlich komplett verschwindet. Die Gelenk-Knochen liegen dann frei und reiben aneinander. Als Reaktion auf den Knorpelverlust bildet der Körper knöcherne Ausstülpungen, die sogenannten Osteophyten, um das Gelenk zu stabilisieren. Auf diese Weise versucht er, die entstandene Lücke zu schließen, was leider dazu führt, dass das Gelenk immer steifer wird. Und genau hier kommt das Krafttraining ins Spiel. Denn gerade weil der Knorpelabbau nicht gestoppt oder rückgängig gemacht werden kann, ist es umso wichtiger, die umliegenden Muskeln zu stärken, um die Gelenke zu entlasten. Vor allem aber führt das Training dazu, dass der Knorpelabbau verlangsamt und die Belastbarkeit verbessert wird.

Weil sich Arthrose allerdings häufig in Schüben zeigt, ist es wichtig, dass das Training individuell abgestimmt wird, denn während eines Schubes sollte nicht trainiert werden. Ist die Entzündung abgeklungen, kann aber wieder mit mittlerer Intensität eingestiegen werden. Fakt ist nämlich, dass die meisten Menschen mit Arthrose das Krafttraining gut vertragen, auch im hochintensiven Bereich. Sollten nach dem Training lokale Reizungen auftreten, liegt es meistens daran, dass gerade die Bereiche, die aufgrund der Symptome lange geschont worden sind, wieder bewegt wurden. In der Regel klingen die Reizungen aber nach ein paar Tagen wieder ab. Das gilt auch für den Muskelkater, der anfangs natürlich auch auftreten kann. Ansonsten sind Nebenwirkungen aber tatsächlich selten. Sie sehen also – auch bei Arthrose sind regelmäßige Bewegung und Krafttraining der Schlüssel zu mehr Bewegungsfreiheit und weniger Schmerzen.


Text: Dr. Wimmer

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